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Meilenstein auf dem Weg zu einem emissionsfreien Straßengüterverkehr: Daimler Truck AG stellt Projekt „Poseidon“ vor

Bildquelle: Daimler

Der schwere Straßengüterverkehr ist bisher weitgehend von Dieselfahrzeugen abhängig. und wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw können einen wichtigen Beitrag leisten, um die gesteckten politischen Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen.

Große Schritte auf dem Weg zum ersten Brennstoffzellen-Lkw hat die Daimler Truck AG zurückgelegt. Heute wurde das Vorhaben „Poseidon – Dekarbonisierung des schweren Straßengüterfernverkehrs in Deutschland mit Hilfe von H2-BZ 40to-Lkw“ in Berlin vorgestellt. Im Rahmen des Projektes sollen die technischen Grundlagen für den Einsatz eines 40-Tonnen-Fernverkehrsfahrzeugs mit Nullemissionsantrieb entwickelt werden.

Der nächste Schritt: zwei Prototypensollen für den Straßenbetrieb zugelassen und im Realbetrieb zu erprobt werden.

Das Projekt Poseidon betrachtet nicht nur den Einsatz von Druckwasserstoff (CHG) – der bei Pkw und Bussen gebräuchlich ist –, sondern auch von flüssigem Wasserstoff (LH2) im Fahrzeug. Welche Formen der H2-Betankung und Energiespeicherung sich besonders für den Schwerlastverkehr eignen, wird noch diskutiert. Poseidon kann einen wichtigen Beitrag zu diesem Thema leisten.

Das Bundesministerium für Infrastruktur und Verkehr fördert das Projekt im Rahmen der der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS). Die Gesamtkosten betragen 40,1 Mio. Euro, die beantragte Förderung 16,7 Mio. Euro. Damit ist Poseidon ein weiterer konkreter Schritt zur Umsetzung der kürzlich vorgestellten Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS). Hier knüpft das BMVI an bestehende Fördermöglichkeiten an und treibt zum Beispiel den Einsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen und die Erarbeitung regionaler Konzepte weiter voran. Förderaufrufe gibt es derzeit für Abfallsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen mit Brennstoffzellenantrieb sowie für Brennstoffzellensysteme zur autarken Energieversorgung digitaler oder kritischer Infrastrukturen.

Die NOW GmbH unterstützt das BMVI bei der Weiterentwicklung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie. Sie begleitet Fördermaßnahmen bis hin zur Umsetzung, bewertet Pilotprojekte fachlich und entwickelt Fördermaßnahmen zur Umsetzung der AFID-Richtlinie zum Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe.