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Übersichtskarte: 200 Elektromobilitäts-Konzepte in Kommunen

Kommunen haben die Möglichkeit ihre Elektromobilitätskonzepte im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI fördern zu lassen. Insgesamt wurden nach vier Förderaufrufen bereits 200 Elektromobilitätskonzepte bewilligt, von denen mehr als die Hälfte abgeschlossen sind. Die Karte zeigt einen Überblick darüber, wo welche Konzepte bewilligt bzw. umgesetzt wurden.


Die aktuelle Förderrichtlinie Elektromobilität vom Dezember 2020 richtet sich an Kommunen und an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Antragsteller setzen sich anteilig wie folgt zusammen:

  • 64% Städte und Gemeinden
  • 20% Landkreise
  • 8% kommunale Unternehmen im Energiebereich
  • 5% kommunale Verkehrsunternehmen
  • 5% sonstige, wie z. B. gemeinnützige Vereine und Zweckverbände

Vielseitige Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Themen

Die Inhalte der bisherigen Elektromobilitätskonzepte sind vielfältig: Einige befassen sich mit allgemeinen Konzepten zur Potenzialanalyse der Elektromobilität in der Kommune. Andere fokussieren sich auf Spezialthemen wie bspw. dem Aufbau einer Schnellladeinfrastruktur für elektrische Taxis. Der größte Anteil der Konzepte beschäftigt sich mit den Handlungsfeldern Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks und Ladeinfrastruktur.

Abschlussberichte zu bereits abgeschlossenen Konzepten sind in den Pop-ups zu den Vorhaben in der Karte der Elektromobilitätskonzepte hinterlegt.

Förderung von Querschnittsaufgaben

Viele Konzepte beschäftigen sich zusätzlich mit Querschnittsaufgaben. Allen voran sind hier ökonomische Analysen sowie eine Aktivierung der Beteiligten bzw. Öffentlichkeitsarbeit Bestandteil der Konzepte. Eine untergeordnete Rolle in den bewilligten Konzepten spielen aktuell die Berücksichtigung der Potenziale von erneuerbaren Energien sowie deren Einbindung.

Verzahnung mit bestehenden Konzepten der Kommune

Werden e-mobile Angebote geschaffen, sollte zwingend berücksichtigt werden, wie deren Verstetigung erreicht werden kann. Eine strategische Einbindung ist von hoher Relevanz bei der Umsetzung von Elektromobilitätskonzepten. Durch eine Verzahnung mit bereits vorhandenen Konzepten – bspw. in den Bereichen Klimaschutz, Verkehr, Stadtentwicklung – können die Umsetzungs- und Erfolgschancen deutlich erhöht werden.





Erfahrungen aus der Praxis der Zuwendungsempfänger

Durch die Auswertung der ersten abgeschlossenen Elektromobilitätskonzepte im Dezember 2018 bis Februar 2019 lassen sich die ersten Tendenzen ableiten: das Instrument der kommunalen Konzeptförderung greift und hilft Kommunen bei der Entwicklung von Elektromobilitäts-Strategien.

Die vollständige Auswertung können Sie hier als PDF-Broschüre herunterladen.

Kernfrage: Wie lässt sich Elektromobilität auf kommunaler Ebene mit den geförderten Konzepten verstetigen und welche Einflussfaktoren zur Verstetigung sind erkennbar?

Bei der Befragung von insgesamt 44 Zuwendungsempfängern zeigte sich, dass insbesondere die Schwerpunkte der Konzeptförderung passgenau und erfolgreich für Kommunen sind. Drei Handlungsfelder wurden anhand der eingereichten Konzepte identifiziert:

  • Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks kommunaler Verwaltungen und kommunaler Unternehmen
  • Kommunale Unterstützung zur Elektrifizierung gewerblicher Fuhrparks
  • Aufbau von Ladeinfrastruktur

Positive Einflussfaktoren für die Verstetigung der Konzepte

Die Chancen bezüglich der Verstetigung der in den Konzepten beschriebenen Maßnahmen werden tendenziell hoch eingeschätzt. Dazu tragen unterschiedliche Faktoren bei.

  • Vorhandensein eines „Kümmerers“
  • die Planung in Szenarien
  • die Durchführung einer Bedarfsanalyse
  • Das Vorhandensein von Ladeinfrastruktur - bereits vor dem Elektromobilitätskonzept

Hemmnisse

Insgesamt wurden von den befragten Kommunen nur wenig Hemmnisse bezüglich der Konzepterstellung genannt. 61% sahen hier gar keine Hemmnisse. Sofern welche auftraten, lagen diese vor allem bei der:

  • Ausschreibung des Konzepts & Identifizierung eines passenden Konzepterstellers,
  • der Kommunikation innerhalb der Kommune bzw. zwischen Kommune und Konzeptersteller und
  • der nicht geklärten Verankerung des Projekts innerhalb der Verwaltung.

Unterstützungswünsche

Gewünscht wurde von den Antragstellern überwiegend:

Download der Broschüre „Elektromobilitätskonzepte – Ein Instrument zur Verstetigung von Elektromobilität in Kommunen und kommunalen Unternehmen“ (PDF)